Abfall vermeiden
Abfall vermeiden & wiederverwenden
Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Produkte länger zu nutzen, zu reparieren, weiterzugeben oder gemeinsam zu verwenden schont Rohstoffe, spart Energie und vermeidet unnötige Abfälle.
Erste Stufe der Abfallhierarchie
Vermeidung kommt vor Recycling
Auch Recycling benötigt Energie, Anlagen und Transporte. Deshalb steht die Abfallvermeidung in der gesetzlichen Abfallhierarchie noch vor Wiederverwendung, Recycling und anderen Formen der Verwertung.
Oft können bereits kleine Entscheidungen im Alltag dazu beitragen, Produkte länger zu nutzen und Abfallmengen zu reduzieren.

Im Alltag
So lässt sich Abfall vermeiden
Bewusst einkaufen
Achten Sie auf Qualität, Langlebigkeit und die tatsächlich benötigte Menge. Produkte, die lange genutzt werden können, vermeiden häufig mehr Abfall als kurzlebige vermeintliche Schnäppchen.
Mehrweg nutzen
Mehrwegflaschen, wiederverwendbare Becher, Einkaufstaschen, Körbe und Mehrwegbehälter können viele Einwegprodukte ersetzen.
Verpackungen vermeiden
Wo es sinnvoll möglich ist, können unverpackte oder verpackungsarme Produkte und größere statt vieler kleiner Verpackungseinheiten Abfall reduzieren.
Gemeinsam nutzen
Werkzeuge, Gartengeräte und andere selten benötigte Gegenstände können geliehen, geteilt oder gemeinsam genutzt werden, statt für jeden Haushalt neu angeschafft zu werden.
Länger nutzen
Reparieren statt wegwerfen
Ein Defekt muss nicht automatisch das Ende eines Produktes bedeuten. Eine Reparatur kann die Lebensdauer vieler Geräte und Gegenstände deutlich verlängern und dadurch Ressourcen und Abfälle einsparen.
Repair-Cafés bieten dabei Hilfe zur Selbsthilfe. Ehrenamtliche unterstützen Besucherinnen und Besucher bei Reparaturversuchen und geben ihr Wissen weiter.
Repair Café Schortens
Das Regionale Umweltzentrum Schortens informiert über regelmäßige Repair-Café-Termine und die jeweils angebotenen Reparaturbereiche.
Weitere Repair-Cafés
Auch in Varel, Zetel und Wittmund bestehen Reparaturinitiativen. Aktuelle Informationen und Termine finden Sie unter anderem über das Regionale Umweltzentrum Schortens.
Zweite Chance
Gut erhaltene Dinge weitergeben
Möbel, Kleidung, Haushaltsgegenstände und viele andere Produkte müssen nicht entsorgt werden, wenn sie noch gebrauchsfähig sind. Verkauf, Verschenken, Tauschen oder die Weitergabe an soziale Einrichtungen verlängert ihre Nutzungsdauer.
Auch Flohmärkte, Gebrauchtwarenhäuser und Online-Plattformen können dazu beitragen, dass noch verwendbare Produkte einen neuen Besitzer finden.
Lebensmittel wertschätzen
Lebensmittelabfälle vermeiden
In Deutschland entstehen jährlich große Mengen an Lebensmittelabfällen. Ein erheblicher Anteil fällt in privaten Haushalten an.
Einkauf planen
Prüfen Sie vorhandene Vorräte und kaufen Sie möglichst nur die Mengen ein, die tatsächlich benötigt und rechtzeitig verbraucht werden können.
Richtig lagern
Eine geeignete Lagerung verlängert die Haltbarkeit vieler Lebensmittel. Reste können häufig noch für weitere Mahlzeiten verwendet werden.
Mindesthaltbarkeitsdatum prüfen
Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist grundsätzlich kein Wegwerfdatum. Viele Lebensmittel sind auch nach dessen Ablauf noch einwandfrei. Prüfen Sie Aussehen, Geruch und Geschmack, bevor Sie ein Lebensmittel entsorgen.
Reste verwerten
Aus übrig gebliebenen Lebensmitteln lassen sich häufig noch neue Gerichte zubereiten. Gute Planung hilft, vermeidbare Lebensmittelabfälle zu reduzieren.
Weitere praktische Hinweise bietet die bundesweite Initiative „Zu gut für die Tonne!“.